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Carolin Spanier-Gillot und Oliver Spanier sind »Winzer des Jahres«

Zum ersten Mal erscheint in diesem Jahr der VINUM Weinguide Deutschland. Mit 97 Punkten ist erstmals ein trockener Riesling der höchstbewertete Wein eines Jahrgangs. Winzer des Jahres sind Carolin Spanier-Gillot und Hans Oliver Spanier aus Rheinhessen.
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Alle ausgezeichneten Winzer des VINUM Weinguide 2018
 
[24.11.2017]  Mainz, 24. November 2017. Zum ersten Mal erscheint in diesem Jahr der VINUM Weinguide Deutschland. Hinter der Kooperation zwischen dem Münchner Christian Verlag und der Wein- und Genusszeitschrift VINUM steckt aber bereits ein Vierteljahrhundert redaktionelle Erfahrung: Das Team, das in diesem Jahr rund 12.000 Weine von über tausend Gütern probiert und bewertet hat, verantwortete 24 Jahre lang den Gault&Millau Weinguide Deutschland. Jetzt schlägt die bewährte Mannschaft mit ihrer ganzen Expertise zusammen mit VINUM als starkem Partner ein neues Kapitel auf. 

Das Weinjahr 2016 hat laut Redaktion das Zeug, in die Geschichte einzugehen. Mit 97 Punkten ist erstmals ein trockener Riesling der höchstbewertete Wein eines Jahrgangs, keine Auslese, kein Edelsüßer konnte mehr Punkte auf sich vereinen. Der beste trockene Riesling kommt diesmal nicht aus jenen Regionen, die bisher ausnahmslos die Siegerweine stellten – Pfalz, Rheinhessen, Nahe oder Rheingau. Nein, diesmal stammt der beste trockene Riesling von der Saar. Es ist der Scharzhofberger Pergentsknopp vom Weingut van Volxem in Wiltingen. »Es ist ein außergewöhnlicher Riesling, der die Feinheit, das Spielerische und Tänzelnde eines fruchtsüßen Kabinetts auf trockene Art bietet«, lautet das Urteil der VINUM Weinguide-Redaktion.

Winzer des Jahres sind Carolin Spanier-Gillot und Hans Oliver Spanier aus Rheinhessen, »ein Traumpaar des deutschen Weinbaus«, so die Redaktion des VINUM Weinguide. Zwei Weingüter an unterschiedlichen Enden des Gebietes, unterschiedliche Stilistik – die beiden Güter Kühling-Gillot und Battenfeld-Spanier gehören zur deutschen Spitze. 

Aufsteiger des Jahres ist Achim von Oetinger aus dem Rheingau. »Was er in den letzten fünf Jahren erreicht hat, ist schlicht großartig«, loben die Chefredakteure Joel Payne und Carsten Henn. Sein Großes Gewächs aus der legendären Lage Marcobrunn gehört zu den zehn besten trockenen Rieslingen des Jahrgangs 2016. 

Entdeckung des Jahres ist das Weingut Weber Brüder in Wiltingen an der Saar. Stephan und Michael Weber gründeten das gerade mal zwei Hektar große Gut vor wenigen Jahren – und überzeugen mit einer kleinen, aber feinen Kollektion. 

Siegerweine des Jahres zeichnet der VINUM Weinguide Deutschland in insgesamt 19 Kategorien aus, vom »Winzersekt des Jahres« bis hin zu raren, bis zu 20 Jahre gereiften vinophilen Kostbarkeiten. 

In der Kategorie Winzersekt pausiert diesmal Seriensieger Raumland. Stattdessen stellt Aldinger (Württemberg) mit seinem 2010er Pinot Crémant Brut nature den Jahressieger (93 Punkte). Der beste Spätburgunder des Jahrgangs 2015 kommt aus der Pfalz: der RdP von Knipser mit 96 Punkten. Mit gleicher Punktzahl folgen der Hundsrück von Fürst (Franken) und der Wildenstein von Huber (Baden).  Sensationssieger bei den 2016er weißen Burgundersorten ist Tobias Knewitz (Rheinhessen) und seinem Chardonnay Reserve (94 Punkte). Ein Wimpernschlag dahinter: Kranz (Pfalz) mit seinem Weißburgunder Großes Gewächs Kalmit.  Die Silvaner Top Ten liegen mit acht Platzierungen fast ganz in der Hand der Franken, angeführt von Rainer Sauers Am Lumpen Großes Gewächs (94 Punkte). 

Bei den fruchtigen Rieslingen des Jahrgangs 2016 bleibt es bei der absoluten Dominanz des Anbaugebiets Mosel, Saar, Ruwer. In der Kategorie Riesling feinherb führt das Hofgut Falkenstein (Saar) mit dem Herrenberg Spätlese -3- (94 Punkte) knapp vor Franz-Josef Eifel (Mosel). Den Kabinett des Jahres stellt van Volxem (Saar) mit dem Ockfener Bockstein (95 Punkte), gefolgt von Falkenstein und Adam (Mosel).  Acht von zehn Plätzen belegt die Mosel auch in den Top Ten der besten Riesling Spätlesen aus 2016. Sieger hier ist Peter Lauer in Ayl mit seinem Schodener Saarfeilser (95 Punkte). In der Konkurrenz der besten Riesling Auslesen trägt das Weingut Weil (Rheingau) mit seinem mit 95 Punkten bewerteten Turmberg die Trophäe davon, und auch in der Kategorie Riesling edelsüß hat diesmal der Rheingau die Nase vorn. Siegerwein ist eine Beerenauslese aus dem Lenchen vom Weingut Peter Jakob Kühn (96 Punkte).

Seit Beginn ihrer Zusammenarbeit überprüft die Redaktion jährlich, wie gut die Spitzenreiter vergangener Jahre heranreifen und stellt im Abschnitt »Reife Weine« die besten 5-, 10- und sogar 20 Jahre gereiften Weine vor. Diesmal zeigte sich unter anderem die Güte des Jahrgangs 2012. Unter den weißen Burgundersorten des Jahrgangs 2012 setzte sich der Weißburgunder aus dem Centgrafenberg von Fürst (Franken) an die Spitze, gefolgt vom Weißburgunder aus dem Sonnenschein von Rebholz (Pfalz), beide mit 95 Punkten.  Noch besser schnitt der Riesling desselben Jahrgangs ab: Auf Platz eins steht der Pechstein von Bürklin-Wolf (Pfalz), gefolgt vom La Borne von Wittmann (Rheinhessen), beide mit 96 Punkten. Die Hermannshöhle von Dönnhoff (Nahe) liegt mit 95 Punkten nur knapp dahinter. »Der Jahrgang 2012 ist jetzt schon ein großer Genuss, aber die besten werden durch weitere Lagerung noch zulegen«, stellt die Redaktion des VINUM Weinguide fest. 

Die Spitze des Jahrgangs 2007 bewegt sich auf ähnlich hohem Niveau. Beim trockenen Riesling siegt erneut Bürklin-Wolf, diesmal mit dem Kirchenstück und 97 Punkten, gefolgt vom Kastanienbusch von Rebholz (96 Punkte) und dem Frauenberg von Battenfeld-Spanier (Rheinhessen, 95 Punkte). Beim Spätburgunder 2007 ist Fritz Becker (Pfalz) nicht zu schlagen: drei Weine unter den ersten vier – der Sieger, sein Pinot Noir, erhält 95 Punkte. Nur Fürst kann mit dem Hunsrück auf Platz zwei in die Becker-Phalanx einbrechen. Spielerische Eleganz offenbarten die fruchtigen 2007er Riesling Spätlesen. Drei Weine sind mit jeweils 95 Punkten die Gewinner. Platz eins für den Berg Roseneck von Leitz (Rheingau), gefolgt von zwei Nahe-Vertretern: Halenberg von Emrich-Schönleber und Felseneck Goldkapsel von Schäfer-Fröhlich. Selbst 20 Jahre alte Auslesen wurden getestet, drei standen mit jeweils 98 Punkten ganz vorne: der Prälat von Joh. Christoffel jun. (Mosel), vor dem Rausch Goldkapsel – 3 – von Zilliken (Saar) und dem Gräfenberg Goldkapsel von Weil (Rheingau).

Der VINUM Weinguide versteht sich auch als Wegweiser zu zahlreichen Weinen mit einem guten Preis-Genuss-Verhältnis. Die diesjährige Ausgabe enthält mehr als hundert Weißweine, die weniger als zehn Euro kosten und mit mindestens 88 Punkte bewertet sind; die zehn besten werden in einer eigenen »Schnäppchen«-Kategorie ausgezeichnet. An deren Spitze stehen zwei Riesling Kabinett aus dem Rheingau und von der Mosel, die mit sage und schreibe 93 Punkten bewertet sind. Auch unter den Rotweinen ist die Redaktion fündig geworden. Acht der roten Schnäppchen haben 89 Punkte und kosten unter 15 Euro, einige sogar weniger als zehn Euro. Ein besonderes Augenmerk gilt mit einer eigenen Bestenliste auch den Literweinen – nicht nur viel, sondern in diesem Fall auch guter Wein für wenig Geld. Und nach wie vor gilt: Wo der Liter gut schmeckt, kann man auch die teureren Flaschen beruhigt kaufen.

Im VINUM Weinguide 2018 kommen auch die aktuellen Weintrends nicht zu kurz. Es geht um Geduld beim Weingenuss, darum, Weinen Zeit zu lassen, ihren Höhepunkt zu erreichen. Es geht um neue Stilistik beim Spätburgunder, der in Deutschland immer besser wird. Es geht um Natural oder Orange Wine sowie um Sinn und Unsinn Großer Gewächse. Und nicht zuletzt geht es um den Winzernachwuchs: Noch nie war er so gut ausgebildet wie heute – die Chancen sind hoch, den Newcomern 2018 in den kommenden Ausgaben wieder zu begegnen.

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